Wie bei wahrscheinlich allein Erstlingseltern, war auch meine Kliniktasche für das erste Kind voll mit Dingen, die ich nicht brauchte. Was man wirklich für die Kliniktasche braucht und packen sollte, erzähle ich euch heute.

Wann sollte ich meine Kliniktasche packen?

Da sich bekanntlich die wenigsten Babys an den Entbindungstermin halten ist es sinnvoll die Kliniktasche früh mit den wichtigsten Dingen gepackt zu haben. Wir haben beim ersten Kind (und planen es auch beim zweiten Kind so zu machen) ab der 30. Woche eine gepackte Tasche mit den wichtigsten Dingen gehabt. Über die darauffolgenden Wochen haben wir die Tasche mit den Must-Haves mit Nice-to-Haves ergänzt.

Was brauche ich wirklich in der Kliniktasche?

Was man wirklich in der Kliniktasche braucht ist nicht unbedingt pauschal zu beantworten. Einige Dinge sollten beim Vorgespräch im Krankenhaus geklärt werden. Beispielsweise wurden bei meinem ersten Kind im Krankenhaus die Kleidung für die Babys, Windeln, Decken und Stillkissen gestellt.

Unserer Erfahrung nach wäre es allerdings bei einigen Sachen sinnvoll gewesen doch die eigenen Dinge zu packen. Beispielsweise war die Babykleidung des Krankenhauses sehr rau. Auf der anderen Seite sind wir nicht mit einer Tasche voll getragener Kleidung wieder nach hause gekommen – was ein großer Pluspunkt war.

Kliniktasche Liste – Was ich beim zweiten Kind in die Kliniktasche packe:

Für das Baby:

  • 6 Wickelbodys – Wickelbodys sind zum Anziehen mit den ganzen Knöpfen zwar etwas umständlicher, müssen aber nicht über den Kopf gezogen werden. Es ist immer besser etwas mehr einzupacken, da am Anfang beim Wickeln häufiger mal was daneben geht.
  • Kleidung (jahreszeitenabhängig) – Besonders einfach sind Einteiler, aber auch Hosen und Jacken können ihre Vorteile haben. Hier kann also je nach Vorliebe gepackt werden – hauptsache das Baby ist schön warm (in den kalten Monaten) und weich eingepackt.
  • Erstlingsmütze – Damit das Baby nicht so viel Wärme über den Kopf verliert sollte man eine Erstlingsmütze dabei haben.
  • Babydecke – Unabhängig davon, ob ihr eine Decke von euch nehmt oder eine Decke extra für das Baby ist dies für den zusätzlichen Kuschelfaktor beim Nacktbonding oder einfach zum darauf ablegen geeignet.
  • Feuchttücher und Windeln – Oft gibt es im Krankenhaus welche, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass die eigenen häufig besser sind. So benutzen wir z.B. die Water Wipes*, da diese fast ausschließlich aus Wasser bestehen und meiner Erfahrung nach etwas feuchter sind als andere Feuchttücher. Das hat sich besonders bei dem reinigen des Mekoniums am Anfang bewährt.
  • Schlafsack – Wir haben gleich von Anfang an für das Baby unseren Schlafsack* für die Nacht eingepackt.
  • Wollsocken – Meiner Erfahrung nach halten Wollsocken das ganze Baby schön warm ohne dabei zum Schwitzen anzuregen.
  • Warmer Overall – Je nach Jahreszeit kann es notwendig sein für die Heimfahrt mit Baby warme Kleidung einzupacken. Dazu gehört natürlich ein warmer Overall, aber auch eine warme Mütze.
  • Autositz – Den Autositz braucht man zwar nicht in der Kliniktasche, aber dennoch sollte dieser bereitstehen für den Zeitpunkt, wenn ihr ihn benötigt.

Für die Mama:

  • Mutterpass
  • Krankenkassenkarte
  • Personalausweis
  • Heiratsurkunde bzw. Geburtsurkunde
  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Haargummis
  • Stilleinlagen – Bei den Stilleinlagen kann ich besonders die wiederverwendbaren* aus Baumwolle empfehlen, da diese das angenehmere Tragegefühl bieten. Insbesondere, wenn die Brust am Anfang durch das Stillen sehr gereizt sein sollte ist Komfort das A und O.
  • Lanolin – Lanolin* ist toll für die ersten Wochen beim Stillen.
  • Hausschuhe – Ich habe es vor der Geburt meines ersten Sohnes auch nicht verstanden, aber es scheint in Krankenhäusern etwas mit Sicherheit oder Hygiene zu tun zu haben. Ich wurde sogar für den 3 Meter Weg ins Bad darauf hingewiesen meine Hausschuhe anzuziehen.
  • Nachthemd – Viel besser als ein zweiteiliger Schlafanzug ist ein bequemes Nachthemd für das man zum Anziehen nicht aufstehen muss. Man weiß vorher nie, ob man einen Damm- oder Kaiserschnitt bekommt und sollte deshalb erstmal davon ausgehen evtl. nicht aufstehen zu können. Ideal ist natürlich ein Nachthemd extra zum Stillen!
  • Bademantel
  • Still-Bh’s und Unterhosen (die ohne Schnick-Schnack)
  • Socken
  • Jogginghose und T-Shirt
  • Kleidung für den Heimweg (die ca. im 6. Monat gepasst hat)
  • Lippenpflege – Nach dem ganzen Atmen bei der Geburt werden die Lippen extrem trocken.
  • Ladekabel für das Smartphone
  • Snacks und Getränke für die Geburt und danach
  • Entertainment – Man glaubt es vorher gar nicht, aber die meisten Babys (und Mamas) schlafen nach der Geburt ziemlich viel. Und auch wenn es schön ist das Baby stundenlang dabei zu beobachten, kann es nicht schaden ein gutes Buch o. Ä. dabei zu haben.
  • Kopfhörer – Für die Geburt sind Kopfhörer total sinnvoll, denn im Kreissaal ist man nicht alleine. Ich konnte bei der Geburt meines Sohnes die Frau nebenan laut und deutlich schreien hören. Dieses mal werde ich mir Noise Cancelling Kopfhörer* einpacken um bei der Geburt geleitete Meditation und Musik zu hören.

Für den Papa:

  • Snacks für die Geburt – Manche Geburten gehen wahnsinnig schnell – andere dauern Stunden und Tage. Auch der Geburtspartner braucht dabei Kraft. Mein Mann hatte gegen Ende der Geburt Kreislaufprobleme, weil er stundenlang nichts gegessen hat. In unsere Kliniktasche kommen also Müsliriegel und zuckerhaltige Getränke
  • Wechselkleidung – Insbesondere, wenn der Papa die Tage nach der Geburt im Krankenhaus bleibt braucht er die essentiellen Sachen wie Wechselkleidung und Zahnbürste genau wie die Mama.
  • Tragehilfe – Für den Papa kann es hilfreich sein direkt eine Tragehilfe dabei zu haben, falls die Mama nochmal zur Untersuchung o. Ä. muss, kann er das Baby im Tragetuch* oder einer Tragehilfe* tragen.

Fazit: Was man wirklich in der Kliniktasche braucht

Macht euch beim Packen eurer Kliniktasche nicht verrückt. Wenn ihr etwas zu hause vergessen habt gibt es meist immernoch die Möglichkeit jemanden loszuschicken, der es holt. So haben wir bei unserer ersten Geburt meinen Bruder gebeten uns von zu hause Babykleidung zu holen, da die im Krankenhaus sehr rau war. Ausserdem kann man auch nach vielen Sachen wie z.B. Lippenpflege oder Lanolin im Krankenhaus fragen.

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