Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben – irgendwo zwischen Abschied und Begrüßung, zwischen Ende und Anfang, zwischen „Hallo!“ und „Auf Wiedersehen.“. Nur, dass es im klassischen Sinne kein Wiedersehen geben wird, denn bald ändert sich alles. Aus drei werden vier. Warum wir keine Angst vor dem zweiten Kind haben sollten, erzähle ich euch heute.

Als meine Hebamme mir neulich sagte, dass ich meinem Sohn für die Geburt eine Tasche mit Erinnerungen an seine Babyzeit packen sollte, hat es mich mitten ins Herz getroffen. Nicht nur für uns Eltern geht eine Zeit zuende – auch unser Sohn wird Abschied nehmen müssen. Ich sehe meinen großen Zwerg jetzt schon winken und sagen „Bis später, Mama. Keine Sorge!“ und ich werde sagen „Bis später…Sorgen mache ich mir nicht.“. Und bei unserem Wiedersehen wird da einer mehr sein.

Ich bin mir absolut sicher, dass wir als Familie an unserem Zuwachs wachsen werden. Wir gemeinsam dieses neue Wesen kennenlernen und lieben werden. Und auch, wenn manchmal Angst vor dem Ungewissen – davor nicht beiden Kindern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden – in mir hochkommt, werde ich mir und meinen Kindern Vertrauen schenken. Vertrauen darein, dass wir zusammen wachsen und zusammenwachsen. Dass wir ein Team sind, Liebe eine unendliche Größe ist und „quality time“ nie an Qualität verliert.

Und wenn ich eins als Mutter gelernt habe ist es das: Kinder und Eltern sind extrem flexibel, wenn sie es sein müssen. Neue Situationen zeigen uns neue Fähigkeit von und in uns selbst. Grenzen, die wir mal dachten zu haben verschwimmen in der Vergangenheit und wir werden neue Menschen mit ungeahnten Kräften und Horizonen. Und bis es soweit ist, werden wir viel mit unserem Sohn darüber sprechen, dass er bald großer Bruder wird. Anfangs hatte ich nicht den Eindruck, dass er verstand, was es bedeutet, dass „Mama ein Baby im Bauch“ hat. Aber je mehr wir mit ihm darüber sprechen und lesen, desto häufiger redet er selbst auch davon. Gestern kam er mit einem Wollknäuel zu mir und sagte, dass er jetzt eine Mütze für das Baby strickt. Gemeinsam haben wir Schnuller in unsere Babybox gelegt und er meinte, dass er dem Baby den Schnuller holt, wenn es weint.

Wir brauchen keine Angst vor dem zweiten Kind zu haben – denn wir haben uns. Und schon bald werden wir alle gemeinsam Kastanien sammeln, im Familienbett frühstücken, Lieder singen, im Wald die Natur entdecken und zu hause Quatsch machen.

Wie mein Sohn sagen würde „Keine Sorge, Mama. Keine Sorge, Papa.“.

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